Home  |  Impressum  |  Kontakt per Mail |  » Job-Center « Datei-Upload  |  Datenschutzerklärung 
 

   NEWSTICKER:
  EA-FIBU 2019
Die EA-FIBU für das Jahr 2019 ist ab sofort im Download-Bereich verfügbar.

Wir über uns

Unser Leitbild

Beratung und mehr

Aktuelle News

Downloads

Services

 

Sie befinden sich hier:  Home - Aktuelle News - Klienten-Info Archiv

Connection: close
zurück | Druck - Ansicht
Januar 2019
Geschäftsführerüberlassung im Konzern - keine Mehrfachbelastung mit Sozialversicherungsbeiträgen
Kategorien: Klienten-Info
 

In der Praxis kommt es bei Konzernen regelmäßig vor, dass Manager neben ihrer Tätigkeit beim eigentlichen Dienstgeber zusätzlich noch in einer oder mehreren Tochtergesellschaften Geschäftsführerfunktionen ausüben. Dies geschieht oft ohne gesonderten Anstellungsvertrag und ohne Anspruch auf zusätzliche Vergütung. In der KI 05/18 hatten wir darüber berichtet, dass aufgrund der Judikatur des VwGH bei Geschäftsführerüberlassungen im Konzern jede einzelne GmbH als Dienstgeberin gelten würde. Das führt dazu, dass neben dem eigentlichen Dienstgeber auch das andere Konzernunternehmen für das fiktive anteilige Entgelt die vollen Sozialversicherungsbeiträge bis maximal zur Höchstbeitragsgrundlage entrichten müsste. Insgesamt könnte sich daraus für jedes zusätzliche Dienstverhältnis eine Abgabenbelastung von bis zu 15.376 € (Werte 2018) pro Jahr ergeben.

Diese Entwicklung ist in der Praxis auf große Kritik gestoßen und hat angesichts möglicher Gegenstrategien die Angst aufkommen lassen, dass damit vor allem ein hoher Administrationsaufwand sowohl bei den Unternehmen als auch bei der Verwaltung (z.B. Nachweise hinsichtlich der Aufteilung von Bezügen im Prüfungsverfahren usw.) entsteht. Ende 2018 wurde daher die "Problematik" gesetzlich saniert. So ist nunmehr in § 35 Abs. 2 ASVG geregelt, dass bei der Überlassung von Arbeitskräften innerhalb eines Konzerns zur Übernahme einer Organfunktion der Beschäftigende nicht als Dienstgeber gilt. Damit sind die Begründung eines zweiten Dienstverhältnisses, der Aufbau einer eigenen Lohnverrechnung und eine zusätzliche Abgabenentrichtung nicht mehr notwendig. Für Dokumentationszwecke sollte jedoch - sofern noch nicht vorhanden - eine schriftliche Überlassungsvereinbarung (etwa als Zusatz zum Dienstvertrag oder in einer eigenen Vereinbarung) abgeschlossen werden.

Aus den Begleitmaterialien geht hervor, dass die gesetzliche Sanierung als Klarstellung verstanden werden soll. Damit kann auch ohne formaler Rückwirkung für die Vergangenheit argumentiert werden, dass mit der Überlassung keine weiteren Dienstverhältnisse begründet worden sind.


Die veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt und ohne Gewähr.

© Reinhard Stulik Steuerberatungs GmbH & Co OG | Klienten-Info
zurück | Druck - Ansicht





Zuletzt modifiziert am: 26.09.2012 11:45
 

Klienten-Info

Klienten-Info Archiv
Management-Info
Management-Info Archiv
Suche in der Klienten-Info
   
Newsletter
Nutzen Sie diese Gelegenheit und abonnieren Sie unseren Newsletter. So erhalten Sie die aktuellsten Neuerungen regelmäßig per Mail zugestellt.  




 

 
  © 1999 - 2019
  Reinhard Stulik Steuerberatungs GmbH & Co OG
  A-3150 Wilhelmsburg, Färbergasse 3
  Email: office@stulik.at
  Firmenbuch-Nr.: FN 274210a